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ADHS

 ADHS = Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom mit/ohne Hyperaktivität

Wie kann ich feststellen ob ich ADHS habe?
Woran erkenne ich ob mein Kind ADHS hat?

» Wenn Sie und/oder Ihr Kind sehr oft verträumt und unkonzentriert sind,
» wenn Zimmer, Wohnung und Schultasche wie ein Schlachtfeld aussehen,
» wenn das morgendliche Fertigmachen regelmäßig in Stress ausartet,
» wenn vieles trotz bester Absichten immer wieder schief geht,
» wenn Verabredungen und Sachen oft vergessen werden,
» wenn Aufgaben und Projekte regelmäßig nach hinten geschoben und Termine verpasst werden,
» wenn tausend Ideen und Arbeiten angefangen aber nur wenige beendet werden,
» wenn Hausaufgaben und Schreiben zur stundenlangen Qual werden,
» wenn das Zusammensein mit anderen öfters mit Ärger einhergeht,
» wenn das manchmal Unruhe und Chaos überhand zu nehmen scheinen,

dann lesen Sie doch bitte weiter…
Zunächst einmal: ADHS zu haben ist kein Weltuntergang und es ist auch keine Modeerscheinung! ADHS ist jedoch eine ernsthafte Aufmerksamkeits-Störung. Für die Betroffenen ist eine korrekte Diagnose und fundierte Information oft der erste Schritt zur Verbesserung ihrer Lebenssituation. Es betrifft Mädchen und Jungen sowie auch Erwachsene, da das Krankheitsbild nicht im eigentlichen Sinn als heilbar gilt.

Es ist die am häufigsten diagnostizierte psychiatrische Störung im Kindes- und Jugendalter. Man geht davon aus, dass ca. 3 bis 10% eines Jahrgangs ein ADHS mit/ohne Hyperaktivität haben – viele davon noch immer ohne korrekte Diagnose und geeignete Hilfe.

Menschen mit ADHS können lernen, mit ihren Schwierigkeiten umzugehen und durch Therapien und geeignete Schul-u. Berufswahl ein erfülltes und erfolgreiches Leben zu führen. Wichtig sind Geduld und die Konzentration auf die eigenen Stärken! Eltern und Angehörige können diesen Prozess durch Verständnis und Hilfe maßgeblich unterstützten.

(Auszüge aus unserem Jahrbuch 2002 S. 26/Dr. Helga Simchen/Dr. Skrodzki:)
Man unterteilt in Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom mit Hyperaktivität (ADHS) und ohne Hyperaktivität (ADS). Beide Erscheinungsbilder haben die gleiche Ursache und kommen nicht selten mehrfach in derselben Familie vor.

Ursachen 

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse weisen daraufhin, dass es sich um eine Funktionsstörung im Stirnhirnbereich und einiger Stammganglien handelt. Spezialuntersuchungen haben gezeigt, dass bei ADS-Kindern das Stirnhirn wenig oder kaum Glucoseverbrauch zeigt (Unterfunktion der Arbeitsintensität).
Die Funktionsstörung beruht auf der Ebene der Neurotransmitter (Botenstoffe z.B. Dopamin, Noradrenalin, Serotonin) die entscheiden ob der Betroffene hypo- oder hyperaktiv ist.

Symptome 

Durch ihre mangelhafte neuronale Steuerung im Bereich des Stirnhirns haben die Kinder viele Gemeinsamkeiten. Häufige Symptome sind: Unkonzentriertheit, Feinmotorik-Störungen, leicht ablenkbar und verträumt, hört gut – nimmt aber nicht alles wahr, denkt und reagiert oft langsam, vergisst viel, affektlabil und weint leicht, regt sich schnell auf und ist schnell gekränkt, fühlt sich ungeliebt und missverstanden, macht stundenlang Hausaufgaben und arbeitet in der Schule zu langsam, hat „Sprechdurchfall“, kann nicht abwarten, zeigt oft Ängste etc.

Weitere, umfassende Literatur finden Sie auch bei uns. Wir führen Bücher und Broschüren von anerkannten Autoren, die sich zum Beispiel speziell an Lehrkräfte oder Therapeuten, wissenschaftlich Interessierte, Eltern, Jugendliche u.s.w. richten. Tipp: schauen Sie doch mal unser Angebot an!

Eltern und Betroffene (Erwachsene und Kinder) klagen oft über Chaos (im Zimmer, Schulranzen, Familienleben). Dabei sollte man nicht vergessen, dass viele ADHS-ler auch außergewöhnliche Stärken aufweisen:

» Starker Gerechtigkeitssinn,
» Fürsorge für Schwächere,
» Kreativität in vielen Bereichen,
» Konzentrationsfähigkeit auf starke Interessen (Tunnelblick),
» Fähigkeit zu unkonventionellen Lösungen,
» Verhandlungsgeschick,
» Rhetorische und sprachliche Fähigkeiten,
» Tierliebe.
» Interessante Persönlichkeit

Die Herausforderung liegt darin, die positiven Eigenschaften zu betonen, z.B. bei der Schul-und Berufswahl, und die Schwächen durch Therapie und Übung zu verbessern. Dann können ADS-ler ein sehr erfolgreiches Leben führen. Man kann zumindest spekulieren, dass so manche Politiker, Musiker, Forscher, Journalisten, Manager, Unternehmer, Künstler u.s.w. eine schwierige Kindheit/Schulzeit hatten und dabei ein ADHS „mitgebracht haben“…

Dies ist aus folgender Seite herauskopiert   http://bv-ah.nanugruppe.de/index.php  und wurde vom Bundesverband für Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität verfasst. Es lohnt sich auf diese Webseite zu gehen.

2 Antworten zu "ADHS"

Ja, da kann ich nur Recht geben. Es fehlt bloss noch das viele von Ihnen auch oft eine Legasthenie entwicklen…

hallo hispace, ich nochmal schnell. hab in meiner berühmt berüchtigen sonntagszeitung einen artikel gelesen, dass man ADHS mit Neurofeedback behandelt. schon mal gehört? klingt ganz gut, hab noch nicht alles gelesen, schau mal unter http://www.neurofeedbackorg.ch , bücher: W. Rief und N. Birchbaumer, „Biofeedback“. vielleicht ist ja ein für dich wichtiger hinweis dabei… liebe grüsse nochmal von andrea

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